SPD Güls stellte sich wieder den Fragen und Anregungen der Bürger

Veröffentlicht am 10.06.2019 in Veranstaltungen

Bürgerversammlung am 21.05.2019

Trotz April-ähnlichem Schmuddelwetter waren am 21.05.2019 über 30 Gülser der Einladung der SPD ins Weinhaus Lunnebach zur regelmäßig stattfindenden Bürgerversammlung “SPD hört zu” gefolgt. Neben dem Ortsvorsteher Hermann-Josef Schmidt, dem stellvertretenden Ortsvereinsvorsitzendem Toni Bündgen (unser Vorsitzender und Bundestagsabgeordneter Detlev Pilger konnte wegen einer parallel stattfindenden Diskussionsveranstaltung in Koblenz leider erst zum Ende der Veranstaltung für persönliche Fragen dazukommen), waren auch unser ehemaliger Ortsvorsteher Eckhard Kunz und der Vorsitzende des Ortsvereins Lützel, Dennis Feldmann, anwesend, der als Mitorganisator des Koblenzer Fahrradtags Fragen zur Fahrradsituation beantworten konnte.

Nach den einleitenden Worten, in denen Hermann-Josef Schmidt die erreichten Ziele seiner aktuellen Amtszeit skizzierte, entwickelte sich schnell eine lebhafte Diskussion über die verschiedenen Themen, die den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern unter den Nägeln brannten...

Zum Thema Gulisastraße konnte der Ortsvorsteher berichten, dass die Planungen der Stadtverwaltung vorläufig abgeschlossen sind. Zum Schutz für Fußgänger sind weitere Poller vorgesehen. Eine Ausweitung der bestehenden Einbahnstraßen-Regelung wurde als zu große Verschlechterung für den gesamten Ortskern-Verkehr gesehen, so dass die aktuelle Verkehrs-Regelung beibehalten werden soll.

Dass sich einige Autofahrer trotz eindeutiger Vorschriften nicht an die  Parkmarkierungen oder Geschwindigkeitsbegrenzung der Straßen halten, wird auch aus anderen Ortsteilen berichtet. In der Laach sollen Geschwindigkeitsmessungen der Stadtverwaltung vereinzelt sogar bis zu 70km/h ergeben haben! Anregungen der Bürger, hier eine zeitweise Einbahnstraßenregelung wie in Moselweiß einzurichten, stieß nicht auf ungeteilte Zustimmung. Auch bei anderen Forderungen, wie mehr Kontrollen des Ordnungsamts, wurden teilweise gegenteilige Meinungen geäußert, was verdeutlicht, wie schwer es manchmal ist, Lösungen zu finden, die alle zufrieden stellen.

Die Idee, Straßenschwellen anzubringen, um z.B. den morgendlichen Pendler-Verkehr durch den Ort durch erzwungene Entschleunigung unattraktiver zu machen, wurde notiert - es muss jedoch zunächst geklärt werden, ob dies auch auf Kreis-Straßen erlaubt ist.

Im Zusammenhang mit den fast chaotischen Zuständen bei einer Baustelle im Mühlental, wo ohne große Ankündigung die Straße aufgerissen und eine bedenkliche Baustellen-Ampelanlage aufgestellt wurde, konnte Hermann-Josef Schmidt zumindest berichten, dass sich die Verwaltung für die suboptimalen Abläufe entschuldigt und für die Zukunft Besserung gelobt habe.

Die Bushaltestelle Laubenhof ist vorübergehend während der Baustelle am Saarkreisel vom regulären Busverkehr abgeschnitten. Der Ortsvorsteher konnte jedoch erreichen, dass die EVM ein Sammel-Taxi zur Verfügung stellt, das auf Anforderung kostenlos zur Bushaltestelle an der alten Schule bringt. Die Anregung eines Bürgers, einen Dorf-Bus zu installieren, der eine Tour durch den Ort fährt oder statt der langen Gelenk-Busse lieber alle 20 min einen kleineren Bus durch die engen Straßen zu schicken wurde aufgenommen, aber aufgrund des Kostendrucks des Verkehrsunternehmens als nicht aussichtsreich eingestuft.

Auch beim Thema Festhalle wies der Ortsvorsteher darauf hin, dass nicht alle Pläne direkt umsetzbar sind. Neben Güls haben bereits viele andere Koblenzer Stadtteile ihren Wunsch nach Finanzhilfen für eine Gemeinschaftshalle angemeldet.

Zur Frage, wo sie denn überhaupt hinkommen sollte, konnte aber der Standort “ehem. Stieffenhofer” ausgeschlossen werden, da das betreffende Grundstück nicht der Gemeinde gehört und die finanziellen Möglichkeiten beschränkt sind. Im Stadtrat laufen aktuell noch Beratungen, ob in diesem Gebiet weitere Lebensmittelgeschäfte angesiedelt werden könnten. Der Ortsbeirat hat sich allerdings gegen diese Möglichkeit ausgesprochen, um die bereits ansässigen Geschäfte im Ortskern nicht in ihrer Existenz zu bedrohen.

Neben den vielen Anregungen und Kritik gab es natürlich auch positive Rückmeldungen der Bürger. So wurde beim Blütenfest die Ausweitung der alkoholfreien Zone gelobt. In diesem Jahr sei die Präsenz von Polizei und Ordnungsamt gut organisiert worden, so dass es kaum Ärger gab und die Straßen von leeren Flaschen weitgehend frei blieben.

Die ab sofort legale Möglichkeit, mit dem Fahrrad über die Gülser Eisenbahn-Brücke fahren zu können wurde ebenfalls lobend erwähnt. Eine Bürgerin regte an, die Fahrradwege auszubauen und deutlicher zu kennzeichnen. Dennis Feldmann, Mitorganisiator des Koblenzer Fahrradtags (https://koblenzer-fahrradtag.de/), konnte Auskunft zum Verkehrs-Entwicklungs-Plan geben, der das Fahrradfahren in den Straßen-Konzepten der Stadt spürbar verbessern soll. In einigen Ortsteilen wie auch in Güls sind aber großteils schlicht die Straßen zu eng um für Fahrradfahrer einen gesonderten Fahrweg zu schaffen. Am 15.6. wird ab 14 Uhr am Münzplatz eine “Klage - Mauer” aufgebaut, an die solche Forderungen öffentlichkeitswirksam angebracht werden können.

Über die Verkehrsteilnehmer über unseren Köpfen, die in Winningen starten und landen, gibt es immer wieder Beschwerden, besonderes Sonntag nachmittags. Der Ortsvorsteher hat die Beschwerden bereits an die Stadtverwaltung weitergeben. Vom Flughafen selbst wird behauptet, dass das Problem vor allem von ortsfremden Piloten verursacht werde.  

Einem Bürger sei aufgefallen, dass die Regenwassereinläufe der Gülser Bäche seit über einem Jahr nicht mehr gereinigt worden seien, was sonst immer 2x im Jahr erledigt worden sei. Bei starken Regen laufe das Wasser nun darüber weg. Der Ortsvorsteher wird bei der Stadtverwaltung nachhaken.

Zum Dauerbrenner “Gülser Bahnsteig”, der immer noch nicht barrierefrei gestaltet ist und einen Fahrkarten-Automat nur auf einer Seite hat, konnte Hermann-Josef Schmidt leider nur von erfolglosen Bemühungen berichten. Die Mängel wurden bereits mehrfach angemahnt, die Deutsche Bahn hat es bisher aber nicht einmal für nötig befunden, zu antworten.

Die Beleuchtung in der Knollenkaul soll repariert werden. Hier versprach der Ortsvorsteher, sich nun persönlich zu kümmern und die Zuständigkeiten zu klären bzw. die Zuständigen zu informieren.

Eine Entwicklung, die zwar in anderen Orten noch viel schlimmer ist, aber nun auch in Güls Anlass zur Sorge gibt, ist der Vandalismus und Gewalt durch Jugendliche. Hermann-Josef Schmidt berichtete von einem Vorfall vor der alten Kirche, bei dem er eine Gruppe von 6-8 Jugendliche auf Verschmutzungen am Kirchenplatz ansprach und dann von diesen mit Flaschen beworfen wurde. Andere Gülser wussten auch von Probleme mit Drohungen und Gewalt an der neuen Kirche zu berichten, sogar Türen seien eingetreten worden. Aus der Bürgerschaft wurde der Wunsch geäußert, die Jugendlichen anzusprechen und möglichst mit Hilfe eines Sozialarbeiters Angebote zu machen, damit diese nicht weiter verwahrlosen. Ein zufällig anwesender Sozialarbeiter, der als Bürger in der Versammlung saß, erklärte die Möglichkeiten zur Deeskalation, wies aber auch darauf hin, dass professionelle Arbeit einen Auftrag erfordert und damit Geld kostet. Unser stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender versprach, an dem Thema dran zu bleiben. So soll eine Anfrage beim Jugendamt erfolgen und über einen Antrag der SPD im Ortsbeirat beraten werden.

Neben den hier erwähnten Themen gab es noch diverse weitere Vorschläge, wie einen eigenen Wochenmarkt in Güls einzurichten, über die kontrovers diskutiert wurde. Bei Vorschlägen wie dem, Katzenhalter in Güls während der Brutsaison der Vögel anzuhalten, ihre Katzen nicht ins Freie zu lassen, konnte der Ortsvorsteher nur auf die Begrenztheit seiner Gesetzgebungskompetenz hinweisen, ermunterte die Bürger aber auch, andere Einflussmöglichkeiten zu nutzen, wie z.B. Artikel für das Gölser Blättche zu verfassen, um den Dialog mit seinen Mitmenschen zu suchen.

Die SPD freute sich über die große Diskussionsfreudigkeit und Bereitschaft der Gülser, sich für ihren Ort einzusetzen. Die Reihe “SPD hört zu” wird wie gewohnt in der zweiten Jahreshälfte fortgesetzt, um den Gülser und Bisholder Bürgerinnen hierfür eine Plattform zu bieten und den Austausch zur Verwaltung zu verbessern. Für individuelle Probleme hat der Ortsvorsteher Dienstags und Donnerstags eine Sprechstunde im Ortsvorsteher-Büro eingerichtet.

Der Ortsverein der SPD Güls bietet darüber hinaus auch an jedem ersten Donnerstag im Monat einen Stammtisch zum politischen Gespräch. Weitere Informationen unter http://www.spd-guels.de.

(pk)

 

 

 

 

 
 

SPD Güls ist stolz auf Ihren BSC

Mehr über Güls

www.detlevpilger.de

Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden!

Gülser Echo