Bürgerversammlung am 18. Mai '16

Allgemein

Die Gülser SPD hatte ins Weingut Lunnebach eingeladen, und der Saal war gut gefüllt, als Detlev Pilger, Mitglied des Bundestages, in seiner Eigenschaft als Vorsitzender die zahlreichen Gäste begrüßte. Neben ihm waren am Podiumstisch sein Stellvertreter Toni Bündgen, Marion Lipinski-Naumann, Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, und natürlich Hermann Josef Schmidt, der allseits beliebte und rührige Ortsvorsteher.

Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag dieses Mal nicht in der Information über anstehende Vorhaben,  vielmehr sollten die Bürger frei von der Leber weg äußern, was sie stört, was sie gern geändert hätten, was verbessert werden könnte. Von dieser Gelegenheit machten alle reichlich Gebrauch! Es waren teils Themen, die seit Jahren  in Güls diskutiert werden, etwa die Verkehrsführung in der Gulisastraße oder der unbefriedigende Zustand des Friedhofes.  Auch das unvernünftige Parkverhalten zahlreicher Bürger kam zur Sprache, ebenso die Verärgerung über Hundehalter, die am Wegesrand oder gar mitten auf dem Gehweg die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner einfach liegen lassen. Und immer noch wird in diversen Straßen schneller gefahren als erlaubt.

Einen breiten Raum nahm die Diskussion um den Mobilfunkmast in der „Lubentiusstraße“ ein, der wohl nur aufgrund eines Fehlers in der Verwaltung dort errichtet werden konnte. Deutlich wurde der Wunsch, für Güls eine Mehrzweckhalle zu errichten, um den 37 im Ortsring organisierten Vereinen ihre ehrenamtliche Arbeit zu erleichtern. Insgesamt kamen 26 Kritikpunkte oder Anregungen zur Sprache, Um viele hatte sich Ortsvorsteher Hermann-Josef Schmidt bereits gekümmert. Auch Detlev Pilger und Marion Lipinski-Naumann versprachen, sich weiterhin für die Umsetzung der noch offenen Wünsche einzusetzen. Allerdings wurde betont, dass die Gülser SPD auf keinen Fall einer Veräußerung von Flächen im Ortseingangsbereich „In der Laach“ an ein ortsansässiges Unternehmen zustimmen wird.

Ganz zum Schluss gab es ein Schmankerl aus dem Schulträgerausschuss: Der notwendige Anbau einer Mensa an die neue Grundschule wird begonnen, so dass die Ganztagskinder demnächst in einer  vernünftigen und sachgerechten Umgebung ihr Mittagessen einnehmen können. Und sollte sich das Schulgebäude durch den Zuzug aus dem Neubaugebiet oder von Flüchtlingskindern als zu klein erweisen, kann es durch seine modulare Gestaltung ohne Probleme erweitert werden.

Auf Wunsch der Teilnehmer wird die Veranstaltung in wenigen Monaten eine Fortsetzung finden. Dann wird man sehen, so Detlev Pilger zum Abschied, was umgesetzt wurde, was noch zu tun bleibt und was Neues hinzukommen wird.